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Wie Freie Journalisten mehr als 2500 Euro verdienen

Wenn man davon spricht, dass Freie Journalisten ihr Geld unternehmerischer verdienen sollen, dann aus diesem Grund: Das aktuelle Honorar ist einfach zu gering. Freie Journalisten zwischen 51 bis 60 Jahren verfügen durchschnittlich über ein monatliches Bruttoeinkommen von 2304 Euro, wie der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) 2014 ermittelt hat. Freie Kollegen zwischen 41 und 50 Jahren kommen sogar nur auf 2205 Euro. Und die Aussichten, dass Verlage ihre Honorare spürbar anheben, sind eher düster.

Brutto Einkommen Freie Journalisten

Brutto Einkommen Freie Journalisten

Freie Journalisten in diesem Alter haben also keine andere Wahl, als sich (a) neue Erlösquellen zu erschließen und sich dafür (b) der digitalen Welt und ihren Einnahmemöglichkeiten zu öffnen. Geldverdienen im Internet: Für Freie Journalisten ist das eine Existenzfrage.

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Diesselbe DJV-Umfrage ergab, dass die Gruppe der 41- bis 50-Jährigen und 51- bis 60-Jährigen unter den Freien Journalisten immer größer wird. Von 26 Prozent im Jahr 1998 auf, Achtung, 61 Prozent im Jahr 2014. Was bedeutet das in der Arbeitsrealität?

Ziel für Freie Journalisten: mehr als 2500 Euro im Monat

Zuallererst: Dass die Kollegen zwischen 40 und 60 Jahren bestens für die Printwelt ausgebildet worden sind und wissen, was die Zeitungswelt benötigt. Natürlich haben sie beiläufig gelernt, dass ihre Artikel online erscheinen und für die Suchmaschinen optimiert werden müssen. Aber jetzt Hand aufs Herz: Wer hat den Freien Journalisten die Fortbildung finanziert, um zu lernen wie man

  • seine Leser gezielt mit Analyse-Tools ermitteln,
  • ihre Bedürfnisse punktgenau erkennen und
  • anschließend zu Stammlesern machen kann,
  • um davon selbst leben zu können?
Altersstruktur Freie Journalisten

Altersstruktur Freie Journalisten

Die Journalisten zwischen 40 bisw 60 Jahren waren meistens in der Vergangenheit zu erfolgreich in der Printwelt, um das Digitale wirklich kennenzulernen, und haben jetzt noch zu lange zu arbeiten, als dass sie das Digitale einfach ignorieren könnten. Das Ziel muss doch sein: Wie kriege ich mehr als 2500 Euro im Monat? Denn da draußen lauert Gefahr. Es gibt Blogger, die sich als Einzelkämpfer niemals Journalisten nennen würden (und dürften), die aber gewieft genug sind, um mit gezielten Artikeln die ersten Plätzen bei den Google-Suchergebnissen zu belegen und die Neugier von Lesern zu wecken. Denen geht es nicht um Journalismus. Denen geht es um Inhalte, die sie zu Werbeumfeldern, sprich: zu Geld machen.

Blogger konkurrieren mit Freien Journalisten beim Geld

Kürzlich legte ein Blogger seinen Adsense-Account offen. Dort stand: Seit 2005 hatte er von Google Adsense-Erlöse von insgesamt 500.000 Euro erhalten. Richtig gelesen: eine halbe Million Euro in zehn Jahren. Das heißt: im Schnitt 50.000 Euro pro Jahr oder rund 4000 Euro im Monat – weit über jenen Summe, die oben bei den Freien Journalisten genannt worden sind.

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Von diesen Nischen-Bloggern sollten Journalisten lernen. Nicht wie Journalismus geht oder eine Geschichte erzählt wird. Sondern wie Geld mit diesem „Selbstbestimmten Journalismus“, wie es Karsten Lohmeyer nennt, verdient wird. Und es fängt immer damit an, dass ein Freier Journalist sein eigener Unternehmer wird: mit einer Website, die erstens seine Professionalität zeigt und zweitens zur Geldquelle wächst.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen

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