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Mit VG Wort Geld verdienen – in nur drei Schritten

Für viele Journalisten ist die VG Wort eine unentdeckte Einnahmequelle. VG Wort heißt Verwertungsgesellschaft Wort und funktionioniert so ähnlich wie die Gema bei der Musik: Die Urheber erhalten jährlich eine Ausschüttung für die Mehrfachnutzung ihrer kreativen Werke – ohne große zusätzliche Arbeit.

In der Praxis muss man sich das  so vorstellen: Journalisten, Autoren und Blogger veröffentlichen ihre Texte bei Verlagen und auf Websites. Wer einen Vertrag mit der Verwertungsgesellschaft abgeschlossen hat, kann im Januar alle Texte aus dem vergangenen Jahr melden und bekommt Mitte des Jahres seinen Anteil an der Ausschüttung überwiesen. Das sind schnell ein paar hundert Euro. Und das Beste: Der Service ist komplett kostenlos.

In unseren Workshops zeigen wir Journalisten, wie einfach man als Autor konkret zusätzliches Geld verdienen kann. Es ist erstaunlich, dass es immer noch Kollegen gibt, die diese Einnahmequelle in München unzureichend nutzen.

Wie man Texte bei der VG Wort meldet

Bei Veröffentlichung in Zeitungen und Zeitschriften teilt der Autor im Januar auf dem Online-Portal mit, wie viele Zeichen er im jeweiligen Medium veröffentlicht hat.

Besonders einfach ist die Meldung für Texte im Internet: Die meisten Verlage haben auf ihren Websites einen Zählpixel hinterlegt. Achtet der Autor darauf, dass seine Texte mit seinem VG-Kürzel verbunden sind, erhält die VG Wort automatisch eine Meldung über jeden Text. Der Autor muss seine Urheberschaft nur im Januar per Mausklick bestätigen. Hat die Website keinen Zählpixel, ist eine Sonderausschüttung möglich. Dazu später mehr. Wir konzentrieren uns hier auf die Texte im Internet.

Und dafür sind nur drei Schritte notwendig.

  • Schritt 1:Registrierung und Wahrnehmungsvertrag bei der Verwertungsgesellschaft.
  • Schritt 2: Journalistische Texte im Internet veröffentlichen, die mindestens 1800 Zeichen lang sind und eine Mindestzahl von Lesern erreichen (aktuell 1500).
  • Schritt 3: Die Veröffentlichung bis zum 31. Januar melden oder bestätigen.

Für Texte im Internet, so informiert die VG Wort, gibt es zwei verschiedene Ausschüttungen: (a) die reguläre Ausschüttung mit Zugriffszählung, wie viele Leser der Text hatte, und (b) die Sonderausschüttung.

Voraussetzungen für die Ausschüttungen

VG Wort

Voraussetzung ist eine Registrierung auf dem Online-Portal der VG Wort.

Es empfiehlt sich sehr, außerdem einen sogenannten Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort abzuschließen. Für Texte im Internet ist dieser Vertrag nicht unbedingt zwingend. Aber die VG Wort bietet noch mehr Dienstleistungen, die nur über diesen Vertrag bezogen werden können. Und weil der Wahrnehmungsvertrag kostenlos ist, sollte man ihn abschließen. Den Vertrag kann man hier herunterladen: Bitte klicken!

Zurück zu den Texten im Internet. Meldefähig sind Texte ab einem Mindestumfang von 1800 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Text heißt: ein geschriebener Text — kein Video, keine Audiodateien, keine Multimediapräsentationen. Vergütet werden urheberrechtlich schutzfähige Texte, die eine Kopierrelevanz haben, also: Journalistische, wissenschaftliche, beletristische und andere Texte, die urheberrechtlich relevant sind, können gemeldet sind.

Sonderausschüttung bei der Verwertungsgesellschaft

Darunter fallen besonders die Texte, die Autoren bei unserer Partnerschaft mit Pocketstory auf pocketstory.com/bungt veröffentlicht haben. VG Wort bringt zusätzliches Geld ein. Denn Autoren, deren Verlag sich bisher nicht am Metis-System der VG Wort beteiligt, haben die Möglichkeit, an einer Sonderausschüttung teilzunehmen. Die Sonderausschüttung gibt es, wie die reguläre Ausschüttung, unabhängig vom Inhalt der Texte, solange die Texte urheberrechtlich schutzfähig und nicht kopiergeschützt sind.

Die VG Wort schreibt dazu: Die Sonderausschüttung ist eine sogenannte Jahresmeldung, bei der pro Internetseite („Domain“) und pro Kalenderjahr nur eine Meldung erstellt werden muss. Die Meldefrist endet jeweils am 31. Januar eines Jahres für Texte, die im Vorjahr verfügbar waren.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
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