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Google News Lab mit Gratis-Kursen für Journalisten

Google News Lab möchte mit seinen Tools Journalisten und Redaktionen helfen, das Internet und seine Möglichkeiten besser im Berufsalltag zu nutzen. Konkret geht es um Hilfestellungen beim Recherchieren, Berichten, Veröffentlichen und Optimieren von Online-Storys.

Das Journalisten-Programm ist in Deutschland vergleichsweise neu und hat seit 2015 Isa Sonnenfeld als Lead. Die Aufgabe: Journalisten mit den Google-Tools vertraut zu machen.

Unter der Internet-Adresse https://newslab.withgoogle.com/ werden vier Bereiche gut sortiert angezeigt und mit kostenlosen Kursen vertieft. Die Motivation von Google in diesem News Lab ist eindeutig: Google möchte sich als Freund von Journalisten positionieren.

Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Auch gestandene Journalisten müssen lernen, die digitalen Herausforderungen zu trotzen und neue Erlösmodelle zu entwerfen. Mindestens sollte jeder Journalist bloggen oder Angebote wie jetzt von Google zur Fortbildung nutzen.

Google News Lab zeigt Tools in vier Kategorien

Was die Journalisten in den einzelnen vier Kategorien erwarten dürfen, macht Google News Lab auf den Homepage deutlich: Natürlich will Google Eigenwerbung betreiben. Man darf das als Journalist nicht zimperlich sein. Wer kann seine Tools besser erklären, als der Besitzer selbst?

Wörtlich schreibt Google:

„In den Google News Lab-Kursen erfahren Sie alles über die optimale Verwendung der Google-Tools für Recherche und Storytelling.“

  • Recherchieren: Entwickeln Sie Ihre Story mit den Recherche-Tools von Google.
  • Berichten: Gestalten Sie Ihre Story mit den Visualisierung-Tools von Google noch anschaulicher.
  • Veröffentlichen: Verbreiten Sie Ihre Story mit den Tools von Google.
  • Optimieren: Schaffen Sie mehr Interaktion mit den Analyse-Tools von Google.
Google News Lab

Google News Lab Homepage

Warum können diese Tools tatsächlich hilfreich sein? Es fängt schon bei der Suchmaschine an. Google bietet weit mehr als einen Suchschlitz, um zum Beispiel einen Wikipedia-Eintrag zu finden oder einen passenden Artikel im Archiv.

Die Suche lässt sich beispielsweise mit Sonderbefehlen verfeinern und damit zeitsparend gestalten. Über Google Trends lässt sich herausfinden, nach welchen Keywords Leser suchen. Wenn ich mich darauf als Journalist einlasse, steigt die Chance, dass meine Story eher gefunden, sprich: auch gelesen wird.

Die Kurse sind komplett kostenfrei und dauern meistens nur wenige Minuten. Man sollte sich nicht zu schade sein, auch die einfachsten Themen anzuschauen. Man findet garantiert immer den einen oder anderen Tipp, den man nicht kannte (ähnlich wie in unserem Webinar zum Thema Bloggen).

Unsere Kurs-Empfehlung im Google News Lab

Wir empfehlen vor allem die Kurs-Kategorie „Optimieren“, weil hier Themen angesprochen werden, die von den meisten Journalisten fast ignoriert werden: die Leser-Gewinnung und Leser-Analyse. Google News Lab erklärt Analytics in einer Weise, die auch Laien verstehen.

Zum Beispiel bei YouTube: Es ist ja gut, wenn das eigene Video online steht – aber wie bekomme ich Zuschauer und wie verwandle ich diese Zuschauer in ein Stammpublikum? Dafür muss man keine teuren Kurse in Fortbildungseinrichtungen belegen.

Etwas vermessen schreibt Google:

„Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Informationen dieser Welt zu organisieren und sie allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Mit News Lab möchten wir die Entstehung und Veröffentlichung von Informationen fördern, die uns vor Augen führen, was auf der Welt vor sich geht. Es geht uns also um Qualitätsjournalismus.“

Reporter haben die Möglichkeit, mit ihren Ideen für Geschäftsmodelle und Qualitätsjournalismus in das Förderprogramm von News Lab aufgenommen zu werden. Es geht um neue Formen von Online-Journalismus und den Zugang zu einem Netzwerk, das wahlweise Start-Ups unterstützt, Video-Ansätze oder Programmierung von neuen News-Channels.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
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