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Content-Erstellung: Der Weg zu mehr Lesern

Nun geht es an die Content-Erstellung. Nach der intensiven Recherche, wie im ersten Teil zur Themenrecherche ausführlich beschrieben, haben wir im besten Fall ein breit angelegtes Keyword Set für unseren Blog und jede Menge Artikel-Ideen. Diese Ideen gilt es nun zu ordnen und in eine sinnvoll angelegte Blog- und Beitragsstruktur zu bringen, damit der Artikel in den Suchmaschinen gefunden werden kann. Alles eine Vorbereitung auf die Content-Erstellung – das Schreiben.

Jetzt nicht auf die altbekannte Diskussion unter Journalisten einlassen, dass man sich nicht nach den Suchmaschinen richten soll, sondern nach der Aussage des Textes. Das ist natürlich vollkommen richtig. Doch genauso gilt: Was nützt mir ein guter Text, wenn er nicht gelesen wird?

Auch in der Printwelt sind die Journalisten erfreut, wenn ihr Text auf der ersten Seite mit einer auffälligen Überschrift erscheint – und nicht versteckt im letzten Teil der Zeitung unten links. So verhält es sich im Internet: Wer gute Texte schreibt, sollte motiviert sein, dass er gefunden und gelesen wird.

Content-Erstellung mit Keyword-Gruppierungen

Wir haben nun sämtliche Keywords zum Thema Südamerika ermittelt, die uns interessieren, und wollen überlegen, wie wir sie in Unterthemen kanalisieren können, um sinnvolle Kategorien und Blogartikel zu ermitteln. Es wäre zum Beispiel möglich, für jedes Land in Südamerika eine eigene Kategorie anzulegen, und einzelne Artikel zum jeweiligen Land zuzuordnen. Eine andere Möglichkeit wäre, den Blog in Kategorien wie “Speisen”, “Geschichte”, Strände”, “Inka-Kultur” oder ähnliche Orte oder kulturelle Begebenheiten zu gliedern, und dort Artikel auch länderübergreifend zuzuordnen. Für das Anlegen von Blog-Kategorien und der damit einhergehenden Struktur für den eigenen gibt es keine Universallösung, die richtig oder falsch ist. Es hat vielmehr mit persönlichem Geschmack oder auch den technischen Möglichkeiten zu tun.

Content Erstellung wie die Profis

Content-Erstellung wie die Profis

Möchte man dabei allerdings auch einige SEO-Aspekte beachten und im besten Fall Rankings für den Blog erzielen, sollte man die ermittelten Keywords auf jeden Fall durch das Hinzuziehen von Suchvolumina und Wettbewerbslage weiterhin qualifizieren. Dies erfolgt am besten und sehr einfach mit dem Google Keyword Planner. Die vorher aus SEOlytics exportierte Excel- oder CSV-Datei mit den ermittelten Keywords lässt sich im Keyword Planner hochladen. Google spielt dann die jeweiligen Suchvolumina aus und gibt mit “niedrig”, “mittel” und “hoch” einen ersten Eindruck über den Wettbewerb. Auch hier besteht die Möglichkeit, die Keywords in einem Excel-Dokument zu exportieren, welches dann den genauen Wettbewerb anzeigt. Mit dieser Übersicht erhalten wir einen Überblick darüber, welche Keywords überhaupt ein Suchvolumen besitzen und wie stark Wettbewerber versuchen, auf diese Keywords optimieren. Ein optimales Keyword für uns ist eines, das nicht nur den genauen Inhalt von dem widerspiegelt, was wir sagen möchten, sondern auch ein hohes Suchvolumen und einen geringen Wettbewerb umfasst. Doch diese Keywords sind nicht immer so leicht zu finden. Gerade bei hart umkämpften Feldern ergibt es Sinn, von sehr generischen Keywords wie z.B. “peru” abzusehen und sich eher auf Keywords aus dem Longtail-Bereich zu konzentrieren, wie beispielsweise “peru anden macchu picchu”. Der Vorteil dabei ist, dann man mit diesen Longtail-Keywords auch den Shorthead abdeckt.

Keyword-Cluster erstellen

In einem zweiten Schritt hilft es, wenn man die Keywords in einem Cluster anlegt, das die Blog-Struktur widerspiegelt. Eine mögliche Darstellungsart ist z.B. eine Pivot-Tabelle in Excel. Hier lassen sich Daten sinnvoll clustern und gleichzeitig thematisch übersichtlich darstellen. Wie man so eine Pivot-Tabelle erstellt, ist hier anschaulich erklärt. Doch das ist auch nur eine Möglichkeit, hier sind der eigenen Kreativität oder vielmehr dem Organisationstalent keine Grenzen gesetzt. Diese Cluster können nachträglich auch noch erweitert werden, wenn man weitere Themenbereiche erschließen oder Themen differenzierter behandeln möchte. Wichtig bei so einer Keyword-Clusterung ist, dass man jedes Keyword nur einmal verwendet und nicht mehreren Artikeln zuordnet. So besteht nicht die Gefahr, dass die Suchmaschine zwei Artikel zum gleichen Keyword ranken möchte und diese miteinander konkurrieren. Am Ende erhält man eine aufgeschlüsselte Übersicht der ermittelten Themen inklusiver aussagekräftiger und suchmaschinenrelevanter Keywords, mit der sich holistische Artikel abbilden lassen.

Content-Erstellung wie ein Internet-Profi

Nach viel Vorbereitung geht es nun ans Eingemachte: das Schreiben. Hier helfen Tools nur noch wenig, höchstens noch Kreativtechniken, vor allem sind aber der persönliche Stil und das Talent, etwas in Worten festzuhalten, gefragt.

Neben allgemeinen Anforderungen wie einer korrekten Orthographie und Grammatik gelten für Online-Texte im Web andere Voraussetzungen als für Print-Texte. Ein paar interessante Tipps, die aus den Ergebnissen einer Studie resultieren, finden wir in diesem Video vom MOZ Blog:

Damit die Beiträge auf unseren Blog sowohl vom User als auch von der Suchmaschine angenommen werden, gibt es aus der SEO-Perspektive noch weitere  Aspekte zu beachten. Wichtige Tipps und die richtige Heransgehensweise an das Verfassen eines Blogbeitrags gibt es hier. (Eventuell Infografik einbetten.) Gibt man seinem Beitrag durch Ausflistungen, Zwischenüberschriften oder auch Bilder sowie Grafiken eine Struktur, ist sie nicht nur für das menschliche Auge besser aufzunehmen und ansprechend, sondern auch für die Suchmaschine besser auszulesen.

Wichtig im Hinblick auf die zuvor ermittelten Keywords ist in diesem Schritt, dass sie sowohl natürlich in den Content, als auch in Zwischenüberschriften und Meta-Angaben eingebaut werden. Die Betonung liegt hier auf natürlich, denn bei der übermäßigen Verwendung eines Keywords sind weder User noch Suchmaschine zufrieden. Geht man bei einem Thema jedoch in die Recherche, befasst sich intensiv damit und liefert umfangreichen und holistischen Inhalt, geschieht die natürliche Einbindung des Keywords oder dazu relevanter Synonyme jedoch sogar fast automatisch.

Für das suchmaschinenoptimierte Anlegen der Meta-Angaben wie dem Title – der wichtigste OnPage-SEO-Hebel überhaupt! – oder der Description gibt es außerdem zusätzliche Hilfen. Wenn wir unseren Blog mit WordPress aufgesetzt haben (wie der Großteil der Webseitenbetreiber weltweit), gibt es zwei nützliche Plugins, die uns SEO-Kniffe ermöglichen. Mit wpSEO oder dem Yoast-Plugin für WordPress besteht die Möglichkeit, im Snipet-Editor einen optimierten Title und eine ansprechende Description festzulegen, die man direkt live in einer Snippet-Vorschau ansehen kann.

Dieses Plugin gibt außerdem Live-Tipps zum “Zustand” des Textes. Sind solche Plugins einmal installiert, können sie bei jeder Artikel-Erstellung verwendet werden. So lassen sich mit ein paar einfachen Maßnahmen wichtige SEO-Aspekte abdecken.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
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