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Den eigenen Content analysieren und überwachen

Mindestens genauso hilfreich, wie SEOlytics bei der Themenfindung ist, arbeitet das Tool auch nach der Erstellung der Inhalte. Die Aufgabe: Content analysieren und überwachen. Als umfangreiches SEO Tool ermöglicht es eine genaue Überwachung der eigenen Domain und zeigt uns an, für welche Keywords wir in den Suchmaschinen sichtbar werden. Diese Ergebnisse erscheinen uns bereits in der allgemeinen Übersicht des Tools.

Allerdings können wir sie noch weiter für spezielle Projekte wie unseren Blog personalisieren. Dazu sollte zunächst ein individuelles Keyword Set angelegt werden – wie praktisch, dass wir bei der Recherche zu Themenfeldern schon viele relevante Keywords gesammelt haben. Zunächst legen wir unsere Domain im Reiter “Einstellungen” unter Domains und Domain hinzufügen an, wählen das passende Land dazu aus und verbinden ggf. ein Tracking Tool, z.B. Google Analytics.

In den weiteren Schritten können wir unsere Keywords hochladen, sie kategorisieren und weiter bearbeiten, bis wir alle für uns relevanten Keywords in SEOlytics implementiert haben. Danach haben wir eine weitere wichtige Funktion zur Verfügung: das Anlegen und verwalten des DVR.

Mit eigenem DVR den Content analysieren

Content analysieren

Content analysieren – das will gelernt sein

SEOlytics bietet im Gegensatz zu anderen Tool-Anbietern die besondere Funktion des Daily Visibility Ranks (DVR). Mithilfe dessen kann eine eigene, persönliche Sichtbarkeit ermittelt werden. Unterschied zur allgemeinen Sichtbarkeit, die bei SEOlytics mit dem SVR angezeigt wird, ist, dass die Sichtbarkeit nur auf Basis der für die eigene Domain relevanten Keywords berechnet wird und nicht auf Basis aller Keywords im Index des Tools. So erlaubt sie viel genauere Rückschlüsse über die eigene Domain. Beim Anlegen des DVRs können entweder alle in SEOlytics eingespeisten Keywords verwendet werden, oder man beschränkt sich nur auf eine Auswahl dieser. Es lassen sich auch mehrere DVRs anlegen, die unterschiedliche oder leicht abweichende Keyword Sets beinhalten.

Für unseren Blog könnten wir beispielsweise verschiedene DRVs für einzelne Länder anlegen oder ein bestimmtes Themenfeld genauer analysieren. Je mehr Keywords in den persönlichen DVR bei SEOlytics mit aufgenommen werden, desto aussagekräftiger sind die Sichtbarkeitsdaten. Dabei ist aber wichtig, dass nur relevante Keywords berücksichtigt werden. In unserem Fallbeispiel hätte ein Keyword wie “nordamerika reisen” in unserem DVR also nichts verloren. Die Anzahl der Keywords kann auch nachträglich nach oben oder unten korrigiert werden.

Den DVR und die täglichen Rankings beobachten

Sind Keyword Set und DVR erst einmal angelegt, können wir mit dem Monitoring beginnen. Dies erfolgt im Reiter “SEO Monitoring”.  Der DVR lässt sich in verschiedenen Zeiträumen beobachten. An der linken Seite können wir die Sichtbarkeit von Anfang an betrachten oder für die letzten zwölf, sechs oder drei Monate. Einen sehr fokussierten Einblick gibt die Ansicht über den letzten vergangenen Monat.

Je größer der betrachtete Zeitraum ist, desto deutlich erkennbarer werden Entwicklungen und Veränderungen im DVR.

Weitere wichtige Funktionen zum Monitoring unseres Blogs finden wir unter “Tägliche Rankings”. Hier entdecken wir die Rankings unseres Blogs im Hinblick auf die von uns angelegten Keywords – und das für jeden Tag genau. Neben der genauen Position jedes Keywords in den Suchergebnissen und der jeweiligen URL, zu der das Ranking besteht, spielt uns SEOlytics einen Trend aus und zeigt an, ob es sich um ein stark schwankendes Keyword handelt. Verschiedene Filterfunktionen für die Suchergebnisseiten, ein bestimmtes Datum oder die Bildersuchefunktion ermöglichen vielfältige Einsichten in die Rankings.
Interessant is auch, dass miteinander konkurrierende URL-Pfade angezeigt werden. Bei thematisch sehr ähnlichen Artikeln oder wenn neuer Content zu bestehendem ergänzt wird, kann es sein, dass mehrere Inhalte zum gleichen Keyword ranken. Man spricht dabei von Keyword-Kannibalismus. SEOlytics zeigt uns diese Keywords und Pfade an.

Besonders hilfreich ist diese Information, wenn man den Einstieg eines Website-Besuchers über ein bestimmtes Keyword überwachen bzw. kontrollieren möchte. Rankt ein alter Artikel in unserem Beispiel über die allgemeine Geographie von Ecuador besser zum Keyword “quito” als der eigenständige Artikel zu Ecuadors Hauptstadt, kann dies mit SEOlytics erkannt werden. Falls man schon Inhalte erstellt hat und zu einem späteren Zeitpunkt mit der Fokussierung auf Keywords beginnt bzw. ein Monitoring einrichtet, dienen die mit dem DVR und den täglichen Rankings gewonnenen Erkenntnisse als gute Basis für eine nachträgliche Optimierung der Inhalte.

Die Popularität der eigenen Inhalte erhöhen

Unser Blog-Content wächst und gedeiht, wir beachten SEO Basics und haben neben dem Aufbau einer kleinen Community auch schon ein bisschen Sichtbarkeit in den Suchmaschinen erreicht. Beides wollen wir aber noch ein wenig ankurbeln.

Auch hier kommt SEOlytics ins Spiel. Im “Linkbuilding”-Reiter finden wir viele Möglichkeiten, unseren Inhalten zu ein wenig mehr Popularität zu verhelfen. Backlinks sind nach wie vor einer der wichtigsten Ranking-Faktoren für Google. Bitte nicht falsch verstanden: Hier geht es nicht um irgendwelche Blackhat-SEO-Linkbuilding-Maßnahmen, sondern lediglich um die Identifikation potenzieller Linkgeber und die Überwachung von Backlinks.

Potenzielle Linkgeber finden und verwalten

Im Domainfinder wird uns eine von SEOlytics ermittelte Liste ausgespielt, die mögliche Linkgeber zu einem ausgewählten Keyword vorschlägt. Diese Vorschläge erfolgen auf Basis der errechneten Sichtbarkeit zu dem jeweiligen Keyword.

Diese Vorschau zeigt uns auch gleichzeitig den SVR, das Ursprungsland und weitere SEO-Indikatoren an. Außerdem haben wir die Optionen, die Linkgeber unserer persönlichen Linkhunter-Liste oder einer Blacklist hinzuzufügen. Kommt er für uns in Frage, klicken wir ihn in die Linkhunter-Liste und können diese im entsprechenden Reiter bearbeiten. Hier lässt sich für jeden potenziellen Linkgeber ein Status oder weiterführende Notizen anlegen.

Ist die Liste angelegt, können wir sie abarbeiten. In unserem Fall wäre sie voller themenverwandter Seiten: Andere Reiseblogs, Reiseanbieter mit Angeboten in Südamerika, Food-Blogger mit Südamerika-Rezepten oder viele andere mögliche Partner, die sich auch für unseren schönen Themenbereich begeistern. Über die Impressen der Websites lassen sich Ansprechpartner ermitteln und mit einer ehrlich formulierten Anfrage erhalten wir schnell ein Bild darüber, wer bereit ist, unseren Blog in Form eines Links zu empfehlen.
Natürlich gibt es gerade in der Blogosphäre noch viele weitere Möglichkeiten für Kooperationen und Zusammenarbeiten – gerade bei Blogs –, welche aber sicherlich unserem Artikel sprengen würden.

Links mit dem Linkmonitor überwachen

Mithilfe der Linkmonitor-Funktion können im nächsten Schritt erfolgreich hergestellte Links überwacht werden. Zunächst werden die Links hinzugefügt, dann erhält man folgende Informationen über folgende Eigenschaften:

  • URL des Links
  • Linktext
  • Status, ob der Link als “nofollow” gekennzeichnet wurde
  • dazugehöriger HTTP-Statuscode

Diese Informationen sind vor allem nützlich, um entfernte oder nicht mehr korrekt implementierte Links im Auge zu behalten. Wenn man Alerts anlegt, wird man sogar automatisch über den geänderten Status eines Links informiert.

Fazit zum Thema “Content analysieren”

Wir haben nun gelernt, was man alles mit SEOlytics anstellen kann, wenn man neue Themenwelten erschließen will, dazu passende Keywords recherchieren und auch im Nachgang monitoren möchte. Bereits lange bevor wir das erste Wort geschrieben haben, gibt uns die Keyword-Recherche einen Überblick über die Vielzahl an möglichen und für uns relevanten Themen. Die Hülle an Schlüsselwörtern will wohl geordnet sein, damit die Content-Erstellung optimal vorbereitet ist. Beim Monitoring schöpfen wir das volle Potenzial der Analysefunktionen von SEOlytics aus. Und auch bei der Bekanntmachung unserer Inhalte unterstützt uns das Tool.

Natürlich gilt das alles nicht nur für Blog-Inhalte, sondern für jegliche Art von gut recherchiertem Inhalt im Netz. Auch wenn SEOlytics vielen vielleicht nur als aufschlussreiches SEO Tool bekannt ist, haben wir heute gesehen, wieviel Mehrwert uns dieses Tool auch bei der inhaltlichen Recherche bietet.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
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