Mediapreneure
> > Angelika Lensen: Autorin über Kooperation mit Pocketstory

Angelika Lensen: Autorin über Kooperation mit Pocketstory

Einmal die Woche, manchmal zweimal die Woche schickt Angelika Lensen eine Email an die Redaktion der Mediapreneure. In der Anlage: ein Text und ein Foto. Die Themen, mit denen die 55-jährige Autorin punkten möchte, befassen sich mit Ernährung und gesunder Lebensführung.

Dass sie auf diesem Gebiet eine Expertin ist, hat sie auf ihren beiden Websites http://www. gesundheitundwissenschaft.com und http://netzvisite.com häufig bewiesen.

Mithilfe der Mediapreneure bietet Angelika Lensen ihre Texte zusätzlich auf Pocketstory an: auf einem Portal, auf dem Leser einzelne Artikel von Zeitungen, Zeitschriften und eben Autoren günstig kaufen können. Veröffentlicht werden alle Texte auf einer speziellen Seite bei Pocketstory. Der Name dieser Pocketstory-Seite: Bungt – das Online-Magazin.

Angelika Lensen

Angelika Lensen

Die gebürtige Mönchengladbacherin lebt in Roermond in den Niederlanden und schickt von dort ihren Output.

Seit 2010 arbeitet sie als freie Autorin und Journalistin für Online- und Printmedien mit Schwerpunkt Gesundheit, Medizin, Ernährung, Wissenschaft.

Der Vorteil: die freie Zeiteinteilung. Aber: Anstrengend ist die unternehmerische Arbeit in eigener Sache allemal.

Autoren wie Angelika Lensen nutzen digitale Kanäle

„Wer beruflich schreibt, muss alle Möglichkeiten zur Veröffentlichung nutzen, die auch potenzielle Leser nutzen“, sagt Angelika Lensen. „Und digitale Kioske wie Pocketstory sind neben eigenen digitalen Angeboten wie Webseiten oder Ebooks eine Möglichkeit, Beiträge anzubieten.“ Noch wächst Pocketstory und baut die Reichweite kontinuierlich aus. Zuletzt haben Deals mit Handy-Anbietern dafür gesorgt, dass die App mit den Texte auf Mobilfunkgeräten vorab installiert ist und genutzt werden kann. Der perfekte Zeitpunkt für Autoren, sich rechtzeitig eine neue Leserschaft zu erschließen. Pocketstory funktioniert wie ein Schaufenster für die eigene Arbeit: Natürlich muss die Ware (wenn man Texte überhaupt so nennen darf) verlockend sein. Kostet tut der Versuch nichts.

Angelika Lensen hält den Aufwand für gering

Denn für den Service, den die Mediapreneure in einer Zusammenarbeit mit Pocketstory vereinbart haben, zahlen Journalisten, Autoren und Blogger keinen Cent. Wird ein Artikel verkauft, teilen sich Urheber und Portal den Erlöse angemessen. Reich werden die Schreiber mit diesem Share noch nicht. Aber für die Zweitverwertung von Texten ist Pocketstory eine weitere Einnahmequelle. Der Aufwand zur Teilnahme an der Kooperation ist nicht hoch. „Die Vorgaben bezüglich Textlänge und Fotoanlieferung“, so Angelika Lensen, „sind ja gut zu erfüllen.“

Soziale Netzwerke helfen beim Artikelverkauf

Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Vertrag, der verständlich geschrieben ist und den man hier herunterladen und anschließend prüfen kann. Einmal als Autor registriert, reicht eine Email mit Text und Foto an info@mediapreneure.de, um das Werk auf „Bungt – das Online-Magazin“ zu veröffentlichen. Was sinnvoll ist: Wenn die Urheber ein bisschen Eigenwerbung für ihr Werk machen und Hinweise in den Sozialen Netzwerken geben.

Nur wenn potenzielle Leser auf den Text stoßen, können sie ihn kaufen und lesen. Mehr Traffic, mehr Käufer: Da unterscheidet den Autoren wenig von einem Verlag im klassischen Sinne. Im Digitalen ist fast jeder Autor sein eigener Verleger.

Bungt auf Pocketstory

Bungt auf Pocketstory

Interview mit Angelika Lensen

Über ihre Erfahrung mit der Kooperation spricht Angelika Lensen ausführlich in diesem Interview:

Wie viele Texte und in welcher Länge schafft man in einer Woche?

Schwer zu sagen. Schwierige Themen oder Themen, in die man sich noch einarbeiten muss, erfordern natürlich mehr Zeit. Und auch, ob ich bereits viel Material zu dem Thema recherchiert habe oder erst noch sammeln muss, beeinflusst den Zeitaufwand. Zudem müssen passende Fotos gefunden werden. Bei der Nachrichtenagentur www.die-reporter.info kann ich zum Beispiel Beiträge anbieten, die mit mindestens 3.000 Zeichen eher kurz sind. Bei anderen Kunden wie www.reportagen.de gibt es keine Vorgaben für Textlänge und stellt die Agentur die Fotos selbst. Das alles hat Einfluss auf den Zeitaufwand.

Kann man davon leben?

Mal mehr, mal weniger, wie das so ist mit dem freiberuflichen Schreiben. Freie Journalisten gehören ja nicht mehr unbedingt zu den Großverdienern. Mir ist die freie Zeiteinteilung wichtig, da ich auch noch pflegebedürftige Angehörige versorge. So kann ich sehen, wann ich die Zeit finde, mich mit einem Thema zu beschäftigen.

Bei Pocketstory werden die Texte zusätzlich veröffentlicht: Ist der Aufwand groß?

In der Regel ist das kein großes Problem. Die Vorgaben bezüglich Textlänge und Fotoanlieferung sind ja gut zu erfüllen.

Ernährungsexpertin und SEO-Expertise: Wie kriegt man das als Texterin unter einen Hut?
Das eine schließt das andere nicht unbedingt aus. Wer im Internet nach Informationen sucht, bedient sich in der Regel bestimmter Schlüsselwörter, um die gewünschten Infos zu finden. Bei einem Text für Printmedien spielt das natürlich keine Rolle. In den letzten Jahren habe ich mich weniger an SEO-Kriterien orientiert und überwiegend redaktionelle Beiträge geschrieben, die von Print-Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht wurden. Die Leute wollen fundierte Informationen und lesbare Texte, das gilt für online ebenso wie für Print. Das merke ich auch immer wieder an E-Mails von interessierten Besuchern meiner Blogs: www. gesundheitundwissenschaft.com oder http://netzvisite.com.

Wie kam der Kontakt mit den Mediapreneuren zustande?

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich auf der Internetseite von meedia.de einen Bericht über die Kooperation von Mediapreneure und Pocketstory gelesen und das Angebot an freie Journalisten, Beiträge auf Pocketstory zu veröffentlichen. Nach einer kurzen Mail zur Anmeldung und der Rücksendung des Autorenvertrages konnte es auch direkt losgehen.

Worauf muss man achten?

Werbung in eigener Sache und für die angebotenen Artikel sind auf jeden Fall von Nutzen. Wer häufig soziale Medien nutzt und dort viele Kontakte hat, ist auf jeden Fall im Vorteil. Und man muss natürlich am Ball bleiben. Geduld und Ausdauer machen sich auch beim Schreiben bezahlt.

Warum sollte man dort als Texterin mitmachen?

Wer heutzutage schreibt, muss möglichst vielschichtig sein. Digitale Medien sind ohne Zweifel die Zukunft, auch wenn Printmedien sicher immer ihre Zielgruppen finden werden. Wer beruflich schreibt, muss alle Möglichkeiten zur Veröffentlichung nutzen, die auch potenzielle Leser nutzen. Und digitale Kioske wie Pocketstory sind neben eigenen digitalen Angeboten wie Webseiten oder Ebooks eine Möglichkeit, Beiträge anzubieten.

Fällt die Themenauswahl manchmal schwer?

Themen gibt es genug, gerade im Bereich Medizin und Gesundheit. Es gibt täglich neue Entwicklungen und Erkenntnisse, die für Leser interessant sind.

Von wem gibt es Feedback?

Das meiste Feedback erhalte ich über meine Webseiten und durch Mails von Lesern, die Fragen haben oder einfach ihr Interesse mitteilen.

Was könnte man bei Pocketstory besser machen?

Eine Personalisierung des Angebotes halte ich für wichtig. Dazu vielleicht auch einen täglichen Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen auf Interessensbasis. Und es sollte eine Möglichkeit geben, dass ein Artikel, der nicht den Erwartungen entsprochen hat, entweder erstattet wird oder man dafür vielleicht einen anderen Artikel kostenlos lesen kann. Das muss natürlich Grenzen haben, um Missbrauch vorzubeugen. Ein Abo-Modell sollte nicht nur für die App, sondern auch für den PC angeboten werden. Vielleicht könnten auch mehr Fachzeitschriften und die Möglichkeit, diese als komplette Ausgaben zu abonnieren, zusätzliche Leser anlocken. Und ich fände auch ein eigenes Ressort für Gesundheits- und Medizinbeiträge nützlich. Die Leute suchen danach nicht unbedingt unter dem Begriff »Wissen«.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
Kommentare

Eine Antwort hinterlassen