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5 Fehler zwischen dir und der ersten Million

Die Zeitschrift “Bilanz” hat die 55 reichsten Deutschen aufgelistet und die Vertreter aus der Medienindustrie nicht vergessen. Vier Milliardäre finden sich in die Liste. Friede Springer (Axel Springer SE) und Ralph Dommermuth (United Internet/1&1) sind mit jeweils 4,0 Milliarden Euro aufgeführt, die Familie Bauer mit 3,2 und die Familie Burda mit 2,6 Milliarden Euro.

Blogger Einnahmen pro Monat

Blogger Einnahmen pro Monat

Die Verdienstmöglichkeiten von Bloggern sieht ein wenig bescheidener aus. In einer Umfrage vom Vorjahr stellte sich heraus, dass vier von zehn Bloggern unter 100 Euro im Monat verdienen. Nur zehn Prozent kommen auf vierstellige Einnahmen pro Monat. Siehe Grafik.

Lustigerweise kam Business Insider ein paar Tage vorher mit einem Erklärstück zum Geldverdienen um die Ecke und nennt “die 5 Fehler, die zwischen dir und der ersten Million” liegen. Und weil es bei den Mediapreneuren letztlich ums Geldverdienen geht, wollen wir diese fünf Fehler, die man als Journalist vermeiden soll, gerne nennen und auf unseren Beruf kurz herunterbrechen. Zugegeben, Millionäre werden Journalisten eher selten. Auch nicht die, die regelmäßig bei den Mediapreneuren lesen. Aber lernen, das sollten wir. Und diesen Text mit einem Schmunzeln verfolgen.

Glücklicherweise gehen die Tipps einher mit allen Ratschlägen, die wir bisher bei http://mediapreneure.de gegeben haben. Also, keine Sorge.

Fehler Nr. 1: Zu sehr auf Perfektion fixiert sein

Wer zu auf ein perfektes Produkt oder Erscheinungsbild aus ist, verliere nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Nicht wenige Entrepreneure seien deshalb noch nicht auf dem Markt vertreten; sie bastelten noch immer. Der Rat deswegen: Einfach veröffentlichen, schauen, was funktioniert, und was funktioniert, dann optimieren!

Bedeutet für Journalisten: Einfach eine Idee für eine Website entwickeln, eine Website starten und dann Texte veröffentlichen. Anschließend mit Google Analytics sehen, welche Texte gut ankommen – und warum. Dann mehr von diesen Texten schreiben.

Fehler Nr. 2: Die Dinge nicht durchdenken

Laut Business Insider wüsste viele Entrepreneure nicht, was sie wirklich wollten, und seien deshalb mangelhaft aufs Geschäftemachen vorbereiten. Gute Macher hätten eine Idee davon, was sie wollten, seien aber flexibel genug, ihre Idee mit jedem Erkenntnisgewinn anzupassen.

Bedeutet für Journalisten: Die Frage ausreichend beantworten: Für wen (welche Zielgruppe) schreibe ich, wo liegt das Problem und wie kann ich helfen. In unserem kostenlosen Blogging-Buch “Bloggen, aber richtig” geben wir eine schrittweise Anleitung für diesen Gedankenprozess.

Fehler Nr. 3: Nicht intelligent Arbeit zu teilen

Zusammenarbeit hilft

Zusammenarbeit hilft bei Journalisten

Wer meine, alles selbst besser machen zu können, wird sich wahlweise übernehmen, überschätzen oder limitiert im Output bleiben. Leute einbinden, mit einer klaren Arbeitszuteilung im Prozess mitnehmen und ihren Input nutzen – das ist die Kunst, ein Geschäft aufzubauen.

Für Journalisten bedeutet das: Feedback zu Texten einholen, Gastkommentare zu lassen, vernetzen und verlinken.

Fehler Nr. 4: Warte nicht auf die großen Deals

Natürlich wäre es schön, wenn einer vorbeikäme und einen Batzen Geld auf den Tisch legen würde. Aber wie oft passiert das? Lieber viele kleines Deals, die in Summe erquicklich sind.

Für Journalisten bedeutet das: Nicht auf den einen großen Anzeigenkunden für die Website warten, der den Geldregen beschert, sondern nach vielen guten Erlösquellen Ausschau halten. Ein bisschen Display, Affiliate und Adsense, dazu Advertorials, Einladungen zu Reden, Buchverkäufe – in Summe kommt vielleicht keine Million zusammen, aber doch ein hübsches Sümmchen.

Fehler Nr. 5: Egozentrisch statt kundenorientiert

Schön, wenn einem die Produkte selbst gefallen. Aber der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Also herausfinden, was der Kunde will –  und sich daran orientieren.

Für Journalisten bedeutet das: Mit den gängigen Tools untersuchen, welche Begriffe die Leser verwenden, wenn sie in den Suchmaschinen Informationen suchen – und ihnen dann diese Informationen in der gewünschten Form präsentieren. So baut man Stammleser auf.

Wie gesagt: Journalisten werden nicht ohne weiteres Millionäre. Aber träumen, das darf man. Und lernen von denen, die’s werden.

Pit Gottschalk hat als Entrepreneurial Journalist und Digital Publisher Medienmarken wie Sport-Bild und Top.de aufgebaut und geprägt. Er ist Board Member in der International News Media Assoziation (INMA) und berät weltweit Medienunternehmen Weitere Artikel von Redaktion
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